Erbglanz

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Sorteninformationen
BSA-Kenn-Nummer WW4974
Züchter Heidi Franzke
Sortenschutz Spica, Initiative für lebensgemäße Saatgutkultur e.V.

In den Gärten 5, 75378 Bad Liebenzell, ,

Zulassung als Erhaltungssorte, 12.03.2013, Baden-Württemberg


Sortencharakteristik

[1] Erbglanz ist eine begrannte Winterweizensorte, die in der Abreife durch die Leuchtkraft der Halme in Gelb-Orange-Tönen und Glanzkräften beeindruckt. Die sich bräunenden Ähren im leichten Bogen. In der Jugendentwicklung zeigt sie eine silbergrüne Blattfärbung, ihre Laubblätter sind feingestaltet. Mit dem Ährenschieben erreicht sie eine Wuchshöhe von 120 bis 130 cm. Die Einzelpflanze steht im Bestand im gesamten Blattbereich im regen Sonnenlichtkontakt. In ihrem intensiven Wechselwirkungsverhältnis zur Wärme streckt sie besonders das oberste Internodium, vergleichbar wie ältere Dinkelsorten. Der Fruchtbildungsprozess verläuft in einer anhaltenden Reifungsphase, während im Halmblattbereich die Pflanze vollständig zur Austrocknung kommt, was bei Kurzstrohsorten nicht mehr gegeben ist. Das Korn ist länglich, von schönem Glanz und guter Keimkraft. Sie verträgt Kahlfröste im Spätherbst. Durch ihre Vitalität und Bestockungsfähigkeit entwickelten sich ab dem Frühjahr auf den betroffenen Flächen noch relativ schöne Bestände. Größere Anfälligkeiten gegenüber Blattkrankheiten sind bislang nicht aufgetreten. Anfällig gegen Steinbrand. Von einer direkten Düngung der aufwachsenden Bestände ist abzuraten, da sie eine reiche N-Versorgung nicht verträgt. Auf besseren Böden sollte sie innerhalb der Fruchtfolge ins abtragende Glied gestellt werden. (vgl. Saatgutinitiative SPICA 2012a u. 2012b)



Erträge & Qualitäten

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Erfahrungsberichte

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Erweiterte Qualitätsuntersuchungen

Bildschaffende Methoden

Die Sorte Erbglanz zeigt auf der Ebene der Vergleichsreihen eine sehr gute Ausreifung und eine gute Vitalität. Anteile an vegetativem Wachstum, das von der Pflanze wenig durchformt und gestaltet wurde, sind nicht zu erkennen. Der Umfang der Untersuchungen ist noch ungenügend für eine sichere Beurteilung. (vgl. Fritz (b); Grundlage für die Beurteilung sind Untersuchungen von ein bis zwei Anbaujahren auf einem Standort. Deshalb ist die Beschreibung dieser Sorte eingeschränkt und erfasst nicht die Gestaltebene.)

Dokumente & Veröffentlichungen

Referenzen

  1. Soweit nicht anders angegeben, stammen die Inhalte zu dieser Sorte aus: Meischner, Tabea; Geier, Uwe, 2013: Sortenbeschreibungen für biologisch-dynamisch gezüchtete Getreidesorten, Forschungsring e.V.: Schriftenreihe Band 25