Alkor

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Sorteninformationen
Zertifizierung: Sorte wird vom Züchter nicht mehr vermehrt. Kein Saatgut mehr erhältlich,
Züchter Peter Kunz


Sortencharakteristik

[1]Die Dinkelsorte Alkor weist einen straffen Wuchs und eine gute Standfestigkeit auf. Die Blatthaltung ist steil und das Ährenschieben etwas früher als bei Ostro/Oberkulmer. In der Reifezeit färbt sich das Stroh leuchtend gelb. Die braune, mitteldichte Ähre knickt zur Reife nicht ab, sondern bleibt aufrecht bis leicht geneigt. Der Spelzenschluss ist etwas schlechter als bei Ostro/Oberkulmer. Das Korn zeigt eine mittlere Abreife und ist etwas kürzer und kantig-bauchig. Die Sorte besitzt ein hohes Ertragspotential. Alkor zeigt eine allgemein gute Blattgesundheit. Aufgrund der Wuchseigenschaften und der guten Standfestigkeit ist die Sorte besonders für intensive Dinkelstandorte geeignet. Alkor weist gute technologische Verarbeitungseigenschaften auf. Durch den etwas festeren Kleber sind die Teige einfacher zu handhaben als diejenigen von Oberkulmer/Ostro. Im Extensogramm ist die Verhältniszahl Dehnwiderstand/Dehnbarkeit sehr hoch. Die Wasseraufnahme liegt im unteren bis mittleren Bereich, dafür ist der Wasserverlust während des Backens deutlich geringer. Die Backergebnisse, u.a. die erzielten Volumina, sind trotz etwas niedrigen Protein- und Feuchtklebergehalten gut bis sehr gut.



Erträge & Qualitäten

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Erfahrungsberichte

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Erweiterte Qualitätsuntersuchungen

Bildschaffende Methoden

Die Sorte Alkor weist auf der Ebene der Vergleichsreihen eine mittelmäßige und zum Teil ungenügende Reifung und eine mittelmäßige Vitalität auf. Bei dieser Sorte sind einige Anteile an vegetativem Wachstum, das von der Pflanze wenig durchformt und gestaltet wurde, in den Bildern zu erkennen. Die Sorte zeigt in den Rundbildchromatogrammen mittelmäßig bis wenig Merkmale wie die vier alten Dinkelsorten Oberkulmer Rotkorn, Ostro, Schwabenkorn und Bauländer Spelz.

Seelisch-körperliche Wirkungen

Alkor zeichnet sich durch eine deutlich wahrnehmbare Aufrichtebewegung aus, die sonst nur bei Winterweizen aufzufinden ist. Sie wird durch stützende, sich mineralisch anfühlende Wirkungen im Gliedmaßenbereich begleitet. Über dem Kopfbereich sammeln sich subtile Anregungen zu verfeinerter Aufmerksamkeit, ziehen in den Leib ein und beleben dort ihre vegetativen Anteile. Dadurch wirkt die Geste sehr pflanzentypisch. Diese beiden Prozesse werden durch eine dynamische Luftigkeit wärmend eingehüllt und nach außen hin abgeschlossen.

Dokumente & Veröffentlichungen

Referenzen

  1. Soweit nicht anders angegeben, stammen die Inhalte aus: Meischner, Tabea; Geier, Uwe, 2013: Sortenbeschreibungen für biologisch-dynamisch gezüchtete Getreidesorten, Forschungsring e.V.: Schriftenreihe Band 25
  2. Meischner, Tabea; Geier, Uwe, 2013: Sortenbeschreibungen für biologisch-dynamisch gezüchtete Getreidesorten, Forschungsring e.V.: Schriftenreihe Band 25
  3. LFL Bayern https://www.lfl.bayern.de/schwerpunkte/oekolandbau/032715/index.php